Einleitung
Viele iPhone-Besitzer wünschen sich, ihr Gerät bequem mit einer zweiten Person zu teilen. Der naheliegende Gedanke: ‘Warum kann ich nicht einfach 2 Face IDs auf meinem iPhone einrichten?’ Partner, Kinder oder Kollegen sollen das Smartphone entsperren können, ohne ständig den Code eingeben zu müssen. Das klingt praktisch, stößt aber bei Apple auf klare Grenzen.
Apple positioniert Face ID als hochsichere und stark geschützte Entsperrmethode. Das System ist eng mit der Hardware des iPhones verknüpft und darauf ausgelegt, genau eine Hauptperson zuverlässig zu erkennen. Trotzdem geistern überall Anleitungen herum, die versprechen, 2 Face IDs am iPhone aktivieren zu können – von YouTube-Tipps bis zu Foren-Beiträgen.
In diesem Artikel bekommst du eine klare, praxisnahe Übersicht:
– Was Face ID technisch kann und was nicht.
– Ob und wie du zwei Gesichter auf einem iPhone nutzen kannst.
– Welche Workarounds realistisch sind.
– Welche Sicherheitsrisiken dabei entstehen.
– Welche sinnvollen Alternativen es 2024 gibt.
So kannst du am Ende für dich entscheiden, ob du dein iPhone wirklich teilen möchtest – und wenn ja, auf welche Art du das möglichst sicher und komfortabel umsetzt.

Was ist Face ID und wie funktioniert es auf dem iPhone?
Damit du verstehst, warum ‘2 Face IDs iPhone’ so problematisch ist, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Technik hinter Face ID. Apple hat Face ID mit dem iPhone X eingeführt und seitdem stetig verfeinert. Auf allen aktuellen Modellen mit Notch oder Dynamic Island ist Face ID die zentrale Entsperrmethode.
Kurzer Überblick über Face ID auf aktuellen iPhone-Modellen
Face ID nutzt ein komplexes System aus Sensoren und Kameras, das Apple als TrueDepth-Kamera bezeichnet. Dieses System umfasst unter anderem:
- Eine Infrarotkamera
- Einen Punktprojektor, der tausende unsichtbare Punkte auf dein Gesicht projiziert
- Einen Flood-Illuminator für schwaches Licht
Aus diesen Daten erstellt das iPhone eine dreidimensionale Karte deines Gesichts. Diese Face-ID-Daten landen verschlüsselt in der Secure Enclave des Prozessors und verlassen das Gerät nicht. Apps können zwar Face ID nutzen, erhalten aber keinen Zugriff auf dein Gesichtsmuster.
Sicherheit und Technik hinter Face ID
Apple betont, dass Face ID ein Sicherheitsfeature ist, kein reines Komfort-Gimmick. Laut Apple ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine fremde Person dein iPhone mit Face ID entsperrt, extrem gering. Entscheidend sind dabei:
- 3D-Gesichtserkennung statt einfachem Foto
- Verschlüsselter Abgleich in der Secure Enclave
- Anpassung an Veränderungen wie Bart, Brille oder Make-up
Zusätzlich nutzt Face ID eine Aufmerksamkeitsprüfung: Das iPhone erkennt, ob du das Display aktiv ansiehst. Das macht es schwieriger, ein iPhone unbemerkt vor das Gesicht zu halten und zu entsperren.
Warum Apple Face ID so stark beschränkt
Genau diese Sicherheitsphilosophie erklärt, warum Apple Face ID bewusst beschränkt. Das System soll einer Hauptperson gehören. Je mehr Gesichter du zulässt, desto höher wird das Risiko eines Fehlers oder Missbrauchs. Apple nimmt also in Kauf, dass ein gemeinsames iPhone nicht perfekt komfortabel ist, um die Sicherheit hoch zu halten.
Damit sind wir bei der Kernfrage: Erlaubt das iPhone überhaupt zwei Face IDs? Und wenn nein, welche Optionen hast du dann, um trotzdem mehrere Personen das Gerät entsperren zu lassen?
Offizieller Stand 2024: Unterstützt das iPhone zwei Face IDs?
Wenn du in den Einstellungen deines iPhones nachschaust, findest du unter ‘Face ID & Code’ nur eine Option, Face ID einzurichten. Anders als beim Fingerabdrucksensor früherer iPhones (Touch ID) kannst du keine Liste mit mehreren gespeicherten Gesichtern anlegen.
Wie viele Gesichter Face ID aktuell wirklich zulässt
Offiziell gilt:
- Das iPhone unterstützt ein Hauptgesicht für Face ID.
- Zusätzlich gibt es die Option ‘Alternatives Erscheinungsbild einrichten’.
Dieses alternative Erscheinungsbild ist nicht als zweites Face ID gedacht, sondern als Ergänzung für dieselbe Person. Zum Beispiel:
- Mit und ohne Brille
- Mit und ohne Bart
- Mit oder ohne Kopfbedeckung
Technisch kann dieses alternative Erscheinungsbild aber auch ein anderes Gesicht sein – etwa das des Partners oder eines Kindes. Das ist der Punkt, an dem viele Nutzer von ‘2 Face IDs iPhone’ sprechen, obwohl es streng genommen nur eine erweiterte Konfiguration von Face ID ist.
Unterschied zwischen iPhone und iPad bei mehreren Gesichtern
Interessant wird es, wenn man das iPhone mit einigen iPad-Modellen vergleicht. Bestimmte iPads mit Face ID sind etwas flexibler, weil Apple sie stärker für gemeinsame Nutzung in Haushalten oder Schulen sieht. Dennoch gibt es auch dort keine offizielle, deutlich erkennbare Option, beliebig viele Gesichter einzurichten.
Der Eindruck, dass iPads ‘mehrere Face IDs’ bieten, kommt oft daher, dass Nutzer alternative Erscheinungsbilder anders einsetzen oder dass iPads mit Benutzerprofilen im Bildungsbereich verwaltet werden. Auf dem iPhone bleibt die Botschaft aber eindeutig: Face ID ist primär für eine Person vorgesehen.
Warum Apple kein echtes Multi-User-Face-ID anbietet
Apple könnte technisch wahrscheinlich mehrere Gesichter unterstützen, so wie früher mehrere Finger bei Touch ID. Die Entscheidung dagegen hat mehrere Gründe:
- Sicherheit: Jedes zusätzliche Gesicht erhöht potenzielle Fehler und Angriffsfläche.
- Klarheit: Ein Gerät, ein Hauptnutzer – das ist das Konzept des iPhones.
- Produktstrategie: Für mehrere Nutzer verweist Apple eher auf iPads oder mehrere Geräte.
Damit stellst du dir vielleicht die Frage: Wenn es offiziell keine zwei Face IDs gibt, was suchen Nutzer dann eigentlich, wenn sie ‘2 Face IDs iPhone’ googeln? Genau das sehen wir uns als Nächstes an.
‘2 Face IDs iPhone’: Was Nutzer eigentlich suchen
Wer nach ‘2 Face IDs iPhone’ sucht, verfolgt meist keinen technischen, sondern einen praktischen Zweck. Es geht darum, das iPhone gemeinsam zu nutzen, ohne ständig den Code eingeben zu müssen oder den eigenen Code weiterzugeben.
Typische Nutzungsszenarien im Alltag
Häufige Situationen sind zum Beispiel:
- Partner teilen sich ein iPhone, etwa als Zweitgerät.
- Eltern geben Kindern Zugang zu einem älteren iPhone.
- Ein Diensthandy wird von mehreren Mitarbeitern verwendet.
In all diesen Fällen nervt es, jedes Mal den Code verraten zu müssen oder selbst daneben zu stehen und zu entsperren. Ein zweites Gesicht für Face ID wirkt wie die perfekte Lösung, weil beide Nutzer das Gerät scheinbar gleichberechtigt entsperren können.
Komfort vs. Sicherheit beim geteilten iPhone
Hier prallen zwei Bedürfnisse aufeinander:
- Komfort: Beide Personen wollen das iPhone schnell entsperren.
- Sicherheit: Daten, Fotos, Nachrichten und Konten sollen geschützt bleiben.
Apple priorisiert klar den zweiten Punkt. Wenn du aber bewusst entscheidest, dein iPhone zu teilen, suchst du Wege, wie das möglichst bequem geht, ohne völlig auf Sicherheit zu verzichten. Genau an dieser Stelle kommen Workarounds wie das alternative Erscheinungsbild ins Spiel.
Häufige Missverständnisse aus Foren, YouTube & TikTok
In vielen Online-Tipps tauchen falsche oder stark verkürzte Aussagen auf, etwa:
- ‘Du kannst einfach 2 Face IDs aktivieren, Apple versteckt die Funktion nur.
- ‘Mit einem Trick in den Einstellungen kannst du unbegrenzt Gesichter speichern.
- ‘Mit Jailbreak löst du das Problem komplett.
Die Wahrheit ist simpler: Du kannst nur ein Hauptgesicht und ein alternatives Erscheinungsbild nutzen. Wie gut das mit zwei Personen funktioniert, hängt von mehreren Faktoren ab – und hat klare Grenzen, die du kennen solltest. Im nächsten Schritt schauen wir uns an, wie dieser Workaround konkret funktioniert.
Workaround: Alternatives Erscheinungsbild als ‘zweites Gesicht’ nutzen
Wenn du unbedingt zwei Personen mit Face ID zulassen willst, führt der praktisch einzige Weg über das ‘Alternative Erscheinungsbild’. Damit erreichst du eine Art ‘2 Face IDs iPhone’-Effekt – aber ohne offizielle Garantie.
Schritt-für-Schritt: Erstes Face-ID-Gesicht einrichten
Wenn du Face ID noch nicht eingerichtet hast, gehst du so vor:
- Öffne ‘Einstellungen’ → ‘Face ID & Code’.
- Gib deinen Gerätecode ein.
- Tippe auf ‘Face ID konfigurieren’.
- Folge den Anweisungen und drehe dein Gesicht langsam im Kreis, bis die Scans abgeschlossen sind.
Dieser erste Scan gehört der Hauptperson, also in der Regel dir. Achte darauf, dein Gesicht in typischen Nutzungssituationen zu erfassen, zum Beispiel mit der Brille, die du meistens trägst.
Zweites Gesicht als alternatives Erscheinungsbild hinzufügen
Nun kommt der inoffizielle ‘Trick’, um eine zweite Person hinzuzufügen:
- Bleibe in ‘Einstellungen’ → ‘Face ID & Code’.
- Scrolle zu ‘Alternatives Erscheinungsbild einrichten’.
- Tippe darauf und übergib das iPhone der zweiten Person.
- Die zweite Person führt den Scan durch, als wäre es ihr eigenes Gerät.
Ab jetzt versucht Face ID, sowohl dein Gesicht als auch das der zweiten Person zu erkennen und das iPhone zu entsperren. Aus Sicht des Systems handelt es sich aber weiterhin nur um ein erweitertes Profil einer Person.
Grenzen dieser Lösung: Wenn Face ID nur eine Person bevorzugt
Dieser Workaround hat klare Schwächen:
- Face ID ist immer noch auf eine Hauptperson optimiert.
- Eine der beiden Personen wird in der Praxis häufig zuverlässiger erkannt.
- Bei stark unterschiedlichen Gesichtern kann die Erkennung unzuverlässig sein.
Es kann passieren, dass Face ID:
- Dich sofort erkennt, aber beim Partner öfter scheitert.
- Nach mehreren Fehlversuchen den Gerätecode verlangt.
- Immer häufiger den Code fordert, weil das System ‘verunsichert’ wird.
Du solltest also nicht erwarten, dass dieser Trick so stabil funktioniert wie eine echte Multi-User-Funktion. Zusätzlich stellt sich die Frage, wie sinnvoll das Ganze aus Sicherheitssicht ist.
Tipps, um die Erkennungsrate für zwei Personen zu verbessern
Wenn du diesen Weg trotzdem nutzen möchtest, helfen ein paar praktische Hinweise:
- Beide Personen sollten in ähnlichen Lichtverhältnissen eingescannt werden, wie sie das iPhone typischerweise nutzen.
- Brillen, die regelmäßig getragen werden, sollten beim Scan aufgesetzt sein.
- Wenn Face ID öfter scheitert, richte es komplett neu ein und wiederhole die Scans.
- Halte das iPhone beim Entsperren in einem ähnlichen Abstand und Winkel wie beim Einrichten.
Trotz aller Optimierung bleibt die Einschränkung: Offiziell ist dieses Setup nicht für zwei Personen gedacht. Das wirkt sich vor allem beim Thema Datenschutz und Kontrolle über deine Daten aus.
Sicherheit: Ist es sinnvoll, Face ID mit einer zweiten Person zu teilen?
Sobald du ein zweites Gesicht hinterlegst, gibst du Kontrolle ab. Die zweite Person erhält praktisch vollen Zugriff auf dein iPhone, als wäre es ihr eigenes. Das kann gewollt sein – bringt aber Risiken mit sich, die du vorab kennen solltest.
Datenschutz-Risiken bei einem geteilten iPhone
Mit Face ID erhalten beide Personen Zugriff auf:
- Nachrichten (iMessage, WhatsApp, Signal usw.)
- E-Mails und Kontakte
- Fotos und Videos
- Browserverläufe, Lesezeichen und Downloads
- Cloud-Dienste und Apps mit Auto-Login
Damit sind alle deine privaten und beruflichen Daten offen. Wenn du nur einzelne Inhalte teilen willst, ist ein geteilter Face-ID-Zugriff deutlich zu weitreichend und oft keine gute Lösung.
Besonders sensible Daten: Banking, Fotos, Nachrichten
Als besonders sensibel gelten:
- Banking-Apps und Finanz-Apps
- Passwort-Manager
- Private Fotoalben und Cloud-Galerien
- Gesundheits- und Fitnessdaten
Viele dieser Apps bieten eine zusätzliche Sperre mit Face ID oder Code. Wenn du Face ID mit einer zweiten Person teilst, hebst du diese zusätzliche Schutzschicht praktisch auf. In solchen Fällen ist es oft sinnvoller, mit getrennten Apple-IDs, Kinderkonten oder App-spezifischen Sperren zu arbeiten.
Notfallsituationen und rechtliche Überlegungen
Manchmal wünschen sich Nutzer auch aus Notfallgründen ein zweites Gesicht: Partner oder Vertrauenspersonen sollen im Ernstfall Zugriff auf das iPhone haben. Das ist verständlich, aber:
- Auch außerhalb von Notfällen haben sie dann immer Zugriff.
- Bei Diensthandys können rechtliche und arbeitsrechtliche Fragen entstehen.
In vielen Fällen ist es sicherer, einen vertrauenswürdigen Menschen über den Gerätecode zu informieren, wichtige Zugänge in einem Passwort-Manager mit Notfallzugriff zu hinterlegen und offizielle Notfallfunktionen zu nutzen, statt Face ID komplett zu teilen.

Alternativen zu ‘2 Face IDs’ auf dem iPhone
Wenn du nach der Betrachtung der Risiken zögerst, Face ID zu teilen, gibt es einige Alternativen, die 2024 oft sinnvoller sind – je nach Situation und Sicherheitsbedarf.
Nur Code-Sperre statt Face ID verwenden
Die einfachste Variante:
- Du deaktivierst Face ID zum Entsperren des iPhones.
- Beide Personen nutzen denselben Gerätecode.
Vorteile:
- Kein Gesichts-Scan nötig, beide haben gleichen Zugriff.
- Kein Problem mit Erkennungsfehlern oder bevorzugten Gesichtern.
Nachteile:
- Weniger bequem, vor allem bei häufiger Nutzung.
- Weniger sicher, wenn der Code zu einfach ist.
Wichtig ist, einen ausreichend langen und nicht leicht zu erratenden Code zu wählen und diesen in regelmäßigen Abständen zu ändern, falls du ein schlechtes Gefühl hast.
Eigene Apple-IDs mit Familienfreigabe statt gemeinsamer Face ID
Für Familien oder Paare ist Familienfreigabe oft die bessere Lösung:
- Jede Person nutzt ein eigenes iPhone mit eigener Apple-ID.
- Über Familienfreigabe werden Käufe, Abos und iCloud-Speicher geteilt.
- Eltern können Bildschirmzeit und Freigaben für Kinder steuern.
So hat jede Person ihre eigenen Daten und gleichzeitig Zugriff auf gemeinsam genutzte Inhalte, ohne dass alle denselben Face-ID-Zugang haben. Der Wunsch nach ‘2 Face IDs iPhone’ wird dann oft überflüssig.
App-spezifische Sperren für zusätzliche Sicherheit
Viele Apps bieten einen eigenen Sperrmechanismus:
- Banking-Apps: zusätzlicher PIN oder biometrischer Schutz
- Passwort-Manager: Master-Passwort, biometrische Sperre
- Notizen, Dateien oder Foto-Safes: separate Codes oder biometrische Freigaben
Du kannst das iPhone teilen, aber besonders sensible Apps trotzdem mit einem eigenen Code schützen. Wer das Gerät entsperrt, sieht dann nicht automatisch alles, sondern muss für kritische Apps eine extra Hürde überwinden.
Wann ein zweites Gerät die bessere Lösung ist
Manchmal führt kein Weg daran vorbei:
- Zwei Personen haben stark unterschiedliche Anforderungen und Datenschutzbedürfnisse.
- Dienst- und Privatleben sollen strikt getrennt bleiben.
- Kinder sollen ein eigenes Gerät mit klaren Regeln und Einschränkungen bekommen.
Ein zusätzliches, auch günstigeres iPhone oder ein iPad kann langfristig besser sein, als ein unsicher geteiltes Hauptgerät mit halbherzigen Face-ID-Tricks. So bleibt jeder für seine Daten selbst verantwortlich.
Praktische Tipps für ein gemeinsam genutztes iPhone 2024
Wenn du dein iPhone dennoch mit einer zweiten Person teilst, kannst du mit ein paar Einstellungen den Alltag strukturierter und sicherer machen, ohne komplett auf Komfort zu verzichten.
Homescreen und Apps für zwei Personen organisieren
Strukturiere den Homescreen klar, damit jeder weiß, was zu wem gehört:
- Erster Bildschirm: gemeinsame Apps (Telefon, Nachrichten, Karten, Musik).
- Zweiter Bildschirm: Apps von Person A.
- Dritter Bildschirm: Apps von Person B.
Nutze Ordner mit Namen wie ‘A privat’ und ‘B privat’, um deutlich zu machen, welche Apps wem gehören. So sinkt die Gefahr, dass jemand versehentlich in den falschen Accounts unterwegs ist.
Mitteilungen, Vorschauen und Sperrbildschirm anpassen
Damit nicht jeder alles sofort auf dem Sperrbildschirm sieht, kannst du:
- Die Vorschau von Nachrichten auf ‘Wenn entsperrt’ stellen.
- App-spezifische Mitteilungen einschränken oder komplett ausblenden.
- Kalender und E-Mail-Konten so einstellen, dass nur relevante Informationen angezeigt werden.
So reduzierst du das Risiko, dass private oder berufliche Infos ungefragt aufpoppen. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder oder Kollegen mit am Gerät sind.
Kinder, Screen Time und Einschränkungen sinnvoll nutzen
Wenn du das iPhone mit Kindern teilst, nutze unbedingt:
- Bildschirmzeit (Screen Time) zur Festlegung von Nutzungszeiten.
- Einschränkungen für App-Installationen und In-App-Käufe.
- Altersfreigaben für Medieninhalte und Websites.
So behalten Erwachsene trotz geteiltem Gerät die Kontrolle darüber, was Kinder sehen und nutzen dürfen. Der Wunsch nach ‘2 Face IDs iPhone’ ist dann weniger wichtig als klare Regeln und sinnvolle Grenzen.
Blick in die Zukunft: Kommen echte ‘2 Face IDs’ mit zukünftigen iOS-Versionen?
Viele Nutzer hoffen, dass Apple in zukünftigen iOS-Versionen echte Multi-User-Funktionen oder mehrere Face IDs auf dem iPhone freigibt. Angesichts der wachsenden Wünsche nach mehr Flexibilität ist das verständlich, doch Apple bleibt vorsichtig.
Nutzerwünsche und mögliche Multi-User-Modelle
Denkbar wären verschiedene Modelle:
- Mehrere Face IDs mit getrennten Nutzerprofilen und eigenen App-Anordnungen.
- Ein Gastmodus, der nur bestimmte Apps und Daten zulässt.
- Strikte Trennung von beruflichem und privatem Profil auf demselben Gerät.
Viele dieser Ideen existieren bereits in anderen Systemen, etwa auf einigen Android-Geräten oder auf dem Mac mit mehreren Nutzerkonten. Auf dem iPhone fehlen solche Optionen bislang.
Was sich aus iPad-Features und Leaks ableiten lässt
Da bestimmte iPads schon heute eher auf Mehrpersonen-Nutzung zielen, hoffen viele, dass ähnliche Konzepte auf das iPhone kommen. Bisher gibt es jedoch keine offizielle Ankündigung, die echte ‘2 Face IDs iPhone’ mit getrennten Profilen verspricht. Gerüchte und Leaks deuten eher auf Detailverbesserungen hin als auf einen kompletten Multi-User-Umbau.
Einschätzung: Wie realistisch sind mehrere Face IDs?
Realistisch betrachtet steht bei Apple weiterhin Sicherheit im Vordergrund. Eine Multi-User-Lösung müsste dieses Sicherheitsniveau halten oder sogar erhöhen. Kurzfristig kannst du daher nicht damit rechnen, dass echte, unabhängige zweite Face IDs auf dem iPhone auftauchen. Workarounds und clevere Einstellungen bleiben vorerst der einzige Weg, mehreren Personen Zugang zu einem Gerät zu geben.

Fazit
2 Face IDs iPhone’ klingt nach einer einfachen, praktischen Lösung für den Alltag. Die Realität 2024 sieht anders aus: Apple erlaubt auf dem iPhone offiziell nur ein Face-ID-Gesicht plus ein alternatives Erscheinungsbild. Dieses Feature lässt sich zwar zweckentfremden, um zwei Personen zu hinterlegen, doch das funktioniert nicht immer zuverlässig und ist sicherheitlich nicht unproblematisch.
Wenn du dein iPhone teilst, musst du dir bewusst sein, dass die zweite Person umfassenden Zugriff auf deine Daten erhält. Besonders sensible Bereiche wie Banking, Passwort-Manager und private Kommunikation solltest du deshalb mit zusätzlichen Schutzmechanismen absichern oder gar nicht freigeben.
In vielen Fällen sind Alternativen sinnvoller als erzwungene ‘2 Face IDs’: ein gemeinsamer Gerätecode, Familienfreigabe, separate Apple-IDs, App-spezifische Sperren oder im Zweifel ein zweites Gerät. Mit einer guten Struktur des Homescreens, angepassten Mitteilungen und sinnvollen Einschränkungen kannst du ein geteiltes iPhone trotzdem halbwegs komfortabel und übersichtlich nutzen.
Am Ende bleibt: Face ID ist für eine Person optimiert – und genau so behandelt Apple es auch. Wenn du dir klare Grenzen setzt, die gezeigten Tipps beachtest und bewusst entscheidest, wem du Zugriff gibst, findest du eine Lösung, die zu deinem Alltag passt, ohne deine Sicherheit unnötig zu gefährden.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich 2024 offiziell zwei Face IDs auf einem iPhone einrichten?
Nein. 2024 erlaubt Apple auf dem iPhone offiziell nur ein Face-ID-Gesicht plus ein alternatives Erscheinungsbild. Es gibt keine versteckte Option, zwei völlig unabhängige Face IDs einzurichten. Du kannst allerdings das alternative Erscheinungsbild nutzen, um ein zweites Gesicht zu speichern. Das ist aber ein Workaround ohne Garantie auf perfekte Erkennung und ohne die Möglichkeit, Datenbereiche getrennt zu halten.
Funktioniert das alternative Erscheinungsbild zuverlässig für zwei Personen?
In der Praxis klappt das je nach Gesichtern und Nutzung sehr unterschiedlich. Bei manchen Paaren oder Eltern-Kind-Kombinationen funktioniert es erstaunlich gut, bei anderen scheitert Face ID oft und verlangt häufiger den Gerätecode. Das System ist nicht darauf optimiert, zwei komplett verschiedene Personen zu verwalten. Wenn du dich dafür entscheidest, solltest du auf eine saubere Einrichtung achten und damit leben, dass es nicht so stabil wie eine offizielle Multi-User-Lösung ist.
Was ist sicherer: Face ID mit zwei Personen oder nur ein Gerätecode?
Wenn zwei Personen ohnehin vollen Zugriff auf das iPhone erhalten sollen, ist ein starker Gerätecode oft die klarere und besser kontrollierbare Lösung. Face ID mit zwei Personen erhöht zwar den Komfort, verwischt aber die Grenzen bei besonders sensiblen Apps. Nutzt ihr nur den Code, könnt ihr zusätzlich in einzelnen Apps weitere Sperren setzen. Am sichersten ist jedoch immer eine Kombination aus persönlichem Gerät, eigenem Code und individuellen Face-ID-Daten. Für wirklich vertrauliche Informationen solltest du dein iPhone möglichst nicht teilen.
