Einleitung

Bildschirm aufnehmen mit Ton’ gehört inzwischen zu den meistgesuchten Funktionen auf dem Handy. Nutzer wollen anderen schnell zeigen, was auf ihrem Display passiert: ein Problem mit einer App, ein Gameplay-Highlight, ein kurzes Tutorial für Freunde oder ein Fehler, den der Support sehen soll. Eine reine Bildschirmaufnahme ohne Ton wirkt dabei oft schwer verständlich oder unvollständig.

Sowohl Android-Smartphones als auch iPhones bieten eingebaute Bildschirmaufnahme-Funktionen. Viele Modelle können nicht nur das Bild, sondern auch den internen Ton oder deine Stimme über das Mikrofon mitschneiden. Trotzdem kommt es immer wieder zu Problemen: Der Ton fehlt, ist zu leise, übersteuert oder bestimmte Apps bleiben stumm.

Dieser Guide zeigt dir Schritt für Schritt, wie du auf Android und iPhone den Bildschirm mit Ton aufnimmst. Du erfährst, welche Einstellungen wichtig sind, welche Einschränkungen es gibt und wie du typische Fehler schnell löst. Außerdem bekommst du Profi-Tipps für bessere Audioqualität, Bildqualität und einen sicheren Umgang mit deinen Aufnahmen. So gelingen dir klare, verständliche Screenvideos, die du problemlos teilen oder für dich behalten kannst.

bildschirm aufnehmen mit ton

Grundlagen: Was bedeutet ‘Bildschirm aufnehmen mit Ton’?

Bevor du mit der ersten Aufnahme startest, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Grundlagen. Viele Probleme entstehen, weil Nutzer nicht genau wissen, welche Tonart das Smartphone gerade aufnimmt und welche Grenzen das System setzt.

Interner Ton vs. Mikrofon-Ton – die wichtigsten Unterschiede

Beim Bildschirm aufnehmen mit Ton unterscheidet dein Handy in der Regel zwei Tonquellen:

  1. Interner Ton (Systemaudio)

    Das ist der Ton, den das Gerät selbst abspielt:

  • Musik aus einer App
  • Soundeffekte in Spielen
  • App-Töne, z. B. Klicks oder Benachrichtigungen

Wenn der Screenrecorder internen Ton aufnimmt, hörst du später genau das, was auch über den Lautsprecher oder Kopfhörer lief – nur ohne Umgebungsgeräusche.

  1. Mikrofon-Ton

    Hier nimmt das Handy alles auf, was das Mikrofon einfängt:

  • Deine Stimme (Kommentar, Erklärung)
  • Geräusche aus dem Raum
  • Eventuell auch den Ton aus dem Lautsprecher (Rückkopplung möglich)

Viele Recorder bieten zusätzlich die Option, beide Quellen zu kombinieren. Das ist perfekt für Tutorials oder Gaming-Clips mit Live-Kommentar.

Systemvoraussetzungen auf Android und iPhone ab 2024

Damit die Bildschirmaufnahme mit Ton zuverlässig funktioniert, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Aktuelle Betriebssystem-Version

    Android: Integrierte Recorder sind bei den meisten Geräten mit aktuellen Android-Versionen verfügbar.

    iOS: Die Bildschirmaufnahme ist fester Bestandteil von iOS, auch auf Versionen ab 2024.

  • Geeignetes Gerätemodell

    Manche sehr günstigen oder ältere Android-Modelle bieten keinen eigenen Screenrecorder. In diesem Fall brauchst du eine sichere Drittanbieter-App.

  • Ausreichend Speicherplatz

    Bildschirmaufnahmen erzeugen große Videodateien. Prüfe vor längeren Aufnahmen, wie viel freier Speicher verfügbar ist, und nutze bei Bedarf eine Speicherkarte oder Cloud-Speicher.

  • Genug Akku

    Screenrecording verbraucht spürbar Energie. Für längere Aufnahmen lohnt sich ein Ladekabel oder eine Powerbank.

Rechtliche Aspekte und Datenschutz bei Bildschirmaufnahmen

Sobald du den Bildschirm mit Ton aufnimmst, besteht die Gefahr, dass du sensible Daten oder fremde Inhalte mitschneidest. Achte unbedingt auf:

  • Persönliche Daten

    E-Mails, Chats, Kontodaten, Adressen sowie private Fotos oder Dokumente sollten nicht ungewollt in der Aufnahme auftauchen. Schließe solche Apps vor der Aufnahme oder aktiviere einen geeigneten Fokus- oder ‘Nicht stören’-Modus.

  • Urheberrecht

    Filme, Serien, Musik und Streams sind oftmals urheberrechtlich geschützt. Viele Dienste blockieren daher Ton oder Bild bei der Aufnahme. Nutze solche Mitschnitte nicht zu öffentlichen Zwecken.

  • Persönlichkeitsrechte

    Willst du Videochats oder Gespräche aufnehmen, brauchst du in vielen Fällen die Zustimmung der anderen Personen. Informiere alle Teilnehmer, bevor du startest.

Mit diesem Basiswissen fällt es leichter, das Verhalten deines Smartphones beim Screenrecording zu verstehen. Im nächsten Schritt schauen wir uns an, wie du das ‘Bildschirm aufnehmen mit Ton’ konkret auf Android-Smartphones umsetzt.

Bildschirm mit Ton aufnehmen auf Android-Smartphones

Android bietet je nach Hersteller unterschiedliche Wege, den Bildschirm mit Ton aufzunehmen. Viele Geräte haben bereits einen integrierten Recorder, andere benötigen eine zusätzliche App. Grundsätzlich ähneln sich die Schritte aber stark.

Prüfen, ob ein integrierter Screenrecorder verfügbar ist

So findest du heraus, ob dein Android-Handy einen eingebauten Recorder hat:

  1. Schnellzugriff öffnen

    Wische vom oberen Bildschirmrand nach unten und suche nach Kacheln wie ‘Bildschirmaufnahme’, ‘Screenrecorder’ oder ‘Bildschirmrekorder’.

  2. Im App-Menü suchen

    Öffne die App-Übersicht und suche nach einer App mit einem ähnlichen Namen.

  3. Einstellungen prüfen

    Gehe in die Einstellungen und schaue unter Punkten wie ‘Erweiterte Funktionen’, ‘Zusätzliche Einstellungen’ oder ‘Spezielle Funktionen’ nach einem Screenrecorder.

Findest du keinen Eintrag, brauchst du später eine Drittanbieter-App.

Schritt-für-Schritt: Aufnahme über die Schnelleinstellungen starten

Bei den meisten Geräten startest du den Recorder so:

  1. Schnellzugriff öffnen und auf die Kachel ‘Bildschirmaufnahme’ tippen.
  2. Tonauswahl bestätigen:
    • Kein Ton
    • Medienaudio (interner Ton)
    • Medienaudio + Mikrofon
  3. Qualität festlegen (falls möglich):
    • Auflösung, z. B. 720p oder 1080p
    • Bildrate, z. B. 30 oder 60 FPS
  4. Aufnahme starten

    Meist läuft ein kurzer Countdown. Auf dem Display erscheint ein Symbol oder eine Leiste, über die du die Aufnahme stoppst.

  5. Aufnahme beenden

    Tippe auf das Recorder-Symbol oder nutze die Statusleiste. Die Datei wird in ‘Fotos’ oder ‘Galerie’ gespeichert.

Tonquellen wählen: Medien, Mikrofon oder beides kombinieren

Viele Android-Recorder erlauben dir, die Tonquelle auszuwählen:

  • Nur Medien

    Ideal, wenn du reinen App- oder Spielsound willst. So vermeidest du Rauschen durch Umgebungsgeräusche.

  • Nur Mikrofon

    Gut für Erklärungen, wenn der Systemton unwichtig ist. Achte auf eine ruhige Umgebung und klare Sprache.

  • Medien + Mikrofon

    Perfekt für Let’s-Play-Videos oder Tutorials mit Kommentar. Teste vorab die Lautstärke, damit deine Stimme nicht im Spielsound untergeht.

Hersteller-Unterschiede: Samsung, Xiaomi, Google Pixel & Co.

Je nach Hersteller heißt die Funktion etwas anders oder sitzt an anderen Stellen:

  • Samsung (One UI)

    Die Kachel ‘Bildschirmrekorder’ findest du in den Schnelleinstellungen. Per Dialog wählst du: kein Ton, Medien oder Medien + Mikrofon.

  • Xiaomi / Redmi / POCO

    Hier gibt es meist eine eigene ‘Screen Recorder’-App mit vielen Optionen für Bitrate, Auflösung und Ton.

  • Google Pixel / Stock-Android

    Die Funktion ‘Bildschirmaufnahme’ ist direkt im Schnelleinstellungsmenü integriert, übersichtlich und ohne großen Zusatzballast.

Auch andere Marken wie OnePlus, OPPO oder realme bieten ähnliche Lösungen mit leicht anderer Oberfläche, aber der Ablauf bleibt vergleichbar.

Wenn kein Systemrecorder vorhanden ist: Drittanbieter-Apps sinnvoll nutzen

Fehlt bei dir ein integrierter Recorder, kannst du eine App aus dem Play Store nutzen. Achte auf:

  • viele positive Bewertungen und aktuelle Updates
  • keine aggressiven Vollbild-Werbungen
  • keine oder klar gekennzeichnete Wasserzeichen
  • ehrliche Berechtigungsanforderungen (kein unnötiger Zugriff auf Kontakte oder Standort)

Beliebte Apps bieten häufig:

  • schwebende Aufnahme-Buttons
  • Facecam-Overlay
  • erweiterte Audioeinstellungen

Nachdem du nun weißt, wie du unter Android den Bildschirm mit Ton aufnehmen kannst, schauen wir im nächsten Abschnitt auf die Umsetzung unter iOS. Die Logik ist ähnlich, die Bedienung aber etwas anders gelöst.

Bildschirm mit Ton aufnehmen auf dem iPhone (iOS)

Apple integriert die Bildschirmaufnahme direkt in iOS. Du musst keine zusätzliche App installieren, sondern nur die Funktion im Kontrollzentrum aktivieren und richtig konfigurieren.

Bildschirmaufnahme im Kontrollzentrum aktivieren

Gehe so vor, um die Funktion einzurichten:

  1. Öffne die Einstellungen.
  2. Tippe auf Kontrollzentrum.
  3. Scrolle zu ‘Weitere Steuerelemente’.
  4. Füge ‘Bildschirmaufnahme’ hinzu.

Danach siehst du im Kontrollzentrum (Wisch von oben rechts nach unten bei Geräten ohne Homebutton oder von unten nach oben bei älteren Geräten) das Screenrecording-Symbol.

Nur Systemton aufnehmen: Ideal für Apps, Spiele und Demos

Um den Bildschirm mit Ton aufzunehmen, ohne deine Stimme zu erfassen, gehst du so vor:

  1. Öffne das Kontrollzentrum.
  2. Tippe einmal auf das Aufnahme-Symbol.
  3. Ein Countdown startet, dann beginnt die Aufnahme.
  4. Alles, was das iPhone an Ton ausgibt (soweit erlaubt), wird mitgeschnitten.
  5. Zum Beenden tippe in der Statusleiste oder im Kontrollzentrum erneut auf das Symbol.

Der Clip landet automatisch in der Fotos-App unter ‘Aufnahmen’.

Bildschirm + Mikrofon-Ton: Tutorials, Erklärvideos und Kommentare

Für Erklärvideos mit Kommentar aktivierst du zusätzlich das Mikrofon:

  1. Öffne das Kontrollzentrum.
  2. Halte das Aufnahme-Symbol gedrückt, bis das Menü erscheint.
  3. Tippe auf das Mikrofon-Symbol, bis es auf ‘Ein’ steht.
  4. Starte die Aufnahme und sprich währenddessen deutlich.

So zeichnest du sowohl den Systemton (falls von der App erlaubt) als auch deine Stimme auf. Das ist ideal für kurze Anleitungen für Familie, Kunden oder Follower.

Typische Einschränkungen durch Apps und DRM-Schutz

Apple schützt bestimmte Inhalte gezielt. Dazu gehören unter anderem:

  • Streaming-Apps wie Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+
  • einige Video- und Musik-Plattformen
  • teilweise Banking- oder Sicherheitsapps

Hier passiert oft einer der folgenden Fälle:

  • schwarzes Bild in der Aufnahme
  • kein Ton, obwohl du Ton aktiviert hast
  • Fehlermeldung beim Starten der Aufnahme

Diese Einschränkungen kannst du in der Regel nicht umgehen, da sie urheberrechtliche und sicherheitsrelevante Gründe haben.

Aufnahmen wiederfinden, verwalten und organisieren

Alle Aufnahmen findest du in der Fotos-App:

  • Öffne ‘Fotos’ und wähle ‘Alle Fotos’ oder ‘Zuletzt’.
  • Screenvideos erkennst du am kleinen Video-Symbol.
  • Du kannst deine Aufnahmen dort kürzen, duplizieren oder in eigene Alben einsortieren.

Damit kennst du die wichtigsten Schritte für Android und iOS. Als Nächstes schauen wir auf typische Probleme beim Bildschirm aufnehmen mit Ton und wie du sie effizient löst.

Häufige Probleme beim Bildschirmaufnehmen mit Ton und ihre Lösungen

Auch wenn die Funktionen einfach wirken, tauchen im Alltag immer wieder ähnliche Fragen auf: ‘Warum ist kein Ton da?’, ‘Wieso ist alles so leise?’ oder ‘Weshalb ist das Video schwarz?’. Die folgenden Checklisten helfen dir, solche Probleme schnell einzugrenzen.

Aufnahme ohne Ton: Checkliste für Android

Fehlt bei Android der Ton, prüfe Schritt für Schritt:

  1. Hast du im Recorder versehentlich ‘Kein Ton’ ausgewählt?
  2. Ist die Medienlautstärke stumm gestellt oder sehr niedrig?
  3. Nutzt du eine App, die Ton-Aufnahmen blockiert (z. B. Streaming oder Banking)?
  4. Verwendet eine andere App gleichzeitig das Mikrofon (z. B. Sprachrekorder, Kamera)?
  5. Hast du der Recorder-App alle nötigen Berechtigungen erteilt?

Stelle sicher, dass du die richtige Tonquelle aktivierst, das Gerät nicht im Lautlos-Modus läuft und keine andere App die Audioquelle sperrt.

Aufnahme ohne Ton: Checkliste für iPhone

Auf dem iPhone gehst du ähnlich vor:

  1. Prüfe, ob du das Mikrofon wirklich aktiviert hast (lange auf das Recorder-Symbol drücken).
  2. Kontrolliere, ob die Medienlautstärke hoch genug ist.
  3. Teste, ob der Ton in anderen Apps normal funktioniert.
  4. Vergewissere dich, dass du keine App nutzt, die Ton blockiert.

Nimm zur Diagnose ein kurzes Testvideo auf dem Homescreen auf. Funktioniert der Ton dort, ist die Ursache meist app-spezifisch.

Streaming-Apps, Banking & Co.: Wenn der Ton absichtlich blockiert wird

Wenn bestimmte Apps nicht aufgenommen werden können, liegt das oft an:

  • DRM-Schutz bei Streamingdiensten
  • Sicherheitsvorgaben bei Finanz- und Passwort-Apps
  • Unternehmensrichtlinien in Business-Apps

Diese Beschränkungen kannst du im Normalfall nicht legal umgehen. Erkläre Inhalte stattdessen verbal oder mit selbst erstellten Grafiken und verzichte auf das Aufzeichnen von geschützten Streams.

Zu leiser oder übersteuerter Ton: Pegel richtig einstellen

Für eine gute Audioqualität:

  • Stelle die Medienlautstärke so ein, dass sie nicht übersteuert, aber klar hörbar ist.
  • Sprich nah genug ins Mikrofon, aber nicht direkt hinein.
  • Vermeide laute Hintergrundgeräusche und Hallräume.

Ein kurzer Test hilft:

  1. 10–20 Sekunden aufnehmen.
  2. Aufnahme anhören und Lautstärke beurteilen.
  3. Einstellungen anpassen und erneut testen.

Benachrichtigungen und private Inhalte aus der Aufnahme heraushalten

Damit keine peinlichen oder vertraulichen Infos in der Aufnahme landen, solltest du vor dem Start:

  • ‘Nicht stören’ oder den Fokus-Modus aktivieren.
  • Messenger und Mail-Apps schließen.
  • Pop-up-Benachrichtigungen vorübergehend deaktivieren.

So bleibt dein Video sauber und du musst im Nachgang weniger schneiden. Im nächsten Schritt geht es darum, deine Bildschirmaufnahmen bewusst zu optimieren und professioneller wirken zu lassen.

Profi-Tipps für bessere Bildschirmaufnahmen mit Ton am Handy

Wer regelmäßig den Bildschirm aufnimmt – etwa für Social Media, Tutorials oder Support-Videos – profitiert von einfachen Profi-Tricks. Sie heben deine Clips deutlich von spontanen Aufnahmen ab und machen sie leichter verständlich.

Optimale Audioqualität: Umgebung, Lautstärke, Mikrofonposition

Für klaren Ton ohne viel Nachbearbeitung:

  • Suche dir einen ruhigen Raum und schließe Fenster und Türen.
  • Halte das Handy stabil und vermeide Reiben oder heftiges Tippen direkt am Mikro.
  • Sprich langsam, deutlich und lieber etwas leiser als zu laut.
  • Nutze bei längeren Erklärungen ein Headset oder ein externes Mikrofon.

Bildqualität verbessern: Auflösung, FPS und Farbdarstellung

Auch das Bild lässt sich mit wenigen Handgriffen optimieren:

  • Wähle, sofern möglich, 1080p statt 720p für mehr Schärfe.
  • Für Gaming oder schnelle Bewegungen sind 60 FPS angenehmer, falls dein Gerät das unterstützt.
  • Erhöhe die Displayhelligkeit, damit alles gut lesbar ist.
  • Deaktiviere vorübergehend Blaulichtfilter, damit Farben nicht verfälscht wirken.

Speicherplatz & Dateigröße im Griff behalten

Lange Aufnahmen sprengen schnell den Speicher. So vermeidest du Probleme:

  • Plane vorab, was du zeigen willst, und vermeide unnötige Leerlaufzeit.
  • Nimm mehrere kurze Clips statt eines sehr langen Videos auf.
  • Lösche Fehlversuche direkt nach der Kontrolle.
  • Sichere wichtige Aufnahmen regelmäßig in der Cloud oder auf dem Computer.

Externes Mikrofon am Smartphone verwenden

Für noch bessere Tonqualität:

  • Nutze ein Lavalier-Mikrofon mit Klinke- oder USB-C-/Lightning-Anschluss.
  • Prüfe vorher, ob dein Handy das Mikro korrekt erkennt.
  • Positioniere das Mikro in Brustnähe, aber nicht direkt an der Kleidung, um Reibegeräusche zu vermeiden.

Clips mit externem Mikro klingen oft deutlich professioneller, vor allem in lauter Umgebung oder bei längeren Erklärungen.

Bearbeitung direkt am Handy: Schneiden, Text und Effekte hinzufügen

Viele Nutzer unterschätzen, wie viel man schon direkt am Smartphone optimieren kann:

  • Schneiden: Entferne Pausen und Fehler am Anfang oder Ende.
  • Text einfügen: Kurze Hinweise oder Titel helfen beim Verständnis.
  • Markierungen: Pfeile, Kreise oder Hervorhebungen lenken den Blick auf wichtige Stellen.

Entweder nutzt du die integrierten Tools der Galerie-App oder eine Videoeditor-App mit mehr Funktionen. Sobald dein Video fertig ist, stellt sich die Frage, wie du es teilst und sicher speicherst. Darum geht es im nächsten Abschnitt.

Bildschirm-Aufnahmen teilen, speichern und sicher verwenden

Bildschirmaufnahmen sind oft dafür gedacht, sie weiterzugeben – an Freunde, Kunden, Social-Media-Follower oder den Support. Gleichzeitig musst du auf Datenschutz und Zweck achten.

Export zu WhatsApp, Instagram, TikTok und YouTube

Du kannst deine Clips direkt aus der Galerie teilen:

  1. Öffne das Video in deiner Galerie- oder Fotos-App.
  2. Tippe auf Teilen.
  3. Wähle die gewünschte App:
  • Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram für schnelle Hilfe oder Erklärungen.
  • Instagram Reels oder TikTok für kurze, vertikale Tutorials.
  • YouTube für längere Erklärvideos oder Gameplay.

Achte auf das Seitenverhältnis (Hochformat/Querformat) und die maximale Dateigröße der Plattform.

Archivierung in Cloud-Diensten und lokaler Speicher

Um den Überblick zu behalten und nichts zu verlieren:

  • Lege in deiner Galerie eigene Alben an, z. B. ‘Tutorials’, ‘Support’, ‘Gaming’.
  • Sichere wichtige Clips in Cloud-Diensten wie Google Fotos, iCloud oder OneDrive.
  • Exportiere besonders wichtige Videos zusätzlich auf den Computer oder eine externe Festplatte.

So hast du auch bei Gerätewechsel oder Verlust weiterhin Zugriff auf deine Aufnahmen.

Sensible Inhalte schützen: Was du vor dem Teilen prüfen solltest

Bevor du ein Video verschickst oder veröffentlichst:

  • Kontrolliere, ob irgendwo Namen, E-Mail-Adressen, Kontodaten oder private Chats sichtbar sind.
  • Schneide problematische Stellen heraus oder verwende Blur-Effekte in einem Videotool.
  • Überlege, ob der Empfänger all diese Informationen wirklich sehen muss.

Damit schließt sich der Kreis: Du weißt jetzt, wie du den Bildschirm mit Ton aufnimmst, Aufnahmen optimierst, Probleme löst und verantwortungsvoll mit deinen Videos umgehst.

Fazit

Bildschirm aufnehmen mit Ton ist auf Android und iPhone keine Spezialfunktion mehr, sondern ein praktisches Werkzeug für Alltag, Beruf und Content-Erstellung. Mit wenigen Einstellungen zeichnest du sowohl das Display als auch Systemton oder Mikrofon-Ton auf und kannst anderen schnell zeigen, was auf deinem Handy passiert.

Entscheidend ist, dass du die Unterschiede zwischen internem Ton und Mikrofon-Ton kennst, die richtigen Optionen wählst und dir der Grenzen durch Apps und DRM bewusst bist. Wenn du deine Audio- und Bildeinstellungen einmal sauber einrichtest, sparst du dir später viel Frust.

Ergänzt durch einfache Profi-Tricks, kurze Bearbeitung direkt am Handy und einen bewussten Umgang mit Datenschutz werden aus einfachen Screenrecords schnell verständliche, hochwertige Videos. Egal, ob du nur einen Fehler für den Support festhalten, ein Spielhighlight teilen oder regelmäßig Tutorials produzieren willst: Mit den beschriebenen Schritten beherrschst du das Bildschirm aufnehmen mit Ton am Handy zuverlässig und sicher.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist bei meiner Bildschirmaufnahme kein Ton zu hören, obwohl alles richtig eingestellt ist?

Prüfe zuerst, ob du die passende Tonquelle gewählt hast (Medien, Mikrofon oder beides). Stelle sicher, dass die Medienlautstärke nicht stumm ist und keine andere App das Mikrofon blockiert. Wenn das Problem nur bei einzelnen Apps auftritt, liegt es meist an Beschränkungen durch DRM oder Sicherheitsrichtlinien. Nimm ein kurzes Testvideo auf dem Homescreen auf: Funktioniert der Ton dort, verursacht wahrscheinlich die jeweilige App das Problem.

Kann ich Gespräche und Videocalls einfach mit Ton mitschneiden, ohne jemanden zu fragen?

Technisch ist es oft möglich, rechtlich aber heikel. In vielen Fällen brauchst du die ausdrückliche Zustimmung aller Beteiligten, bevor du ein Gespräch oder einen Videocall mit Ton aufzeichnest. Sonst kannst du Persönlichkeitsrechte oder Datenschutzbestimmungen verletzen. Informiere die anderen Teilnehmer klar darüber, dass du mitschneidest, und starte die Aufnahme erst, wenn alle einverstanden sind.

Welche App ist am besten, um den Bildschirm mit Ton am Handy aufzunehmen, wenn mein Gerät keinen integrierten Recorder hat?

Wenn dein Android-Gerät keinen eigenen Screenrecorder hat, kannst du auf bewährte Drittanbieter-Apps im Play Store zurückgreifen. Achte auf viele positive Bewertungen, regelmäßige Updates, transparente Berechtigungen und möglichst wenig Werbung. Prüfe, ob die App interne Töne und Mikrofon gleichzeitig aufnehmen kann und ob sie Wasserzeichen setzt. Auf dem iPhone brauchst du keine zusätzliche App, da iOS bereits eine zuverlässige Bildschirmaufnahme-Funktion mit Ton mitbringt.